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Das Buch

 

Der Autor beschreibt eine Erschütterung, die ihn mit 46 Jahren von einem Tag zum andern erfasste und zu einer intensiven Auseinandersetzung mit sich selber führte. Er wurde mit unbekannten Ängsten und Schmerzen konfrontiert und lernte in kleinen Schritten, sich in den Dunkelkammern der Seele zurechtzufinden. Das Buch schildert in authentischer Sprache eindrückliche Etappen und Bilder dieser Reise nach innen.

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Der Autor

 

Christoph A. Müller, geboren 1939, hat während 20 Jahren als Journalist für schweizerische Zeitungen über politische und gesellschaftliche Themen geschrieben. Während 10 Jahren wirkte er beim Aufbau eines sozialpsychiatrischen Zentrums mit. Danach arbeitete er als Kommunikationsberater und leitete während einiger Jahre ein Bed & Breakfast. Er hat vier erwachsene Kinder und lebt in Basel.

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Warum dieses Buch?

Die Ereignisse, die ich im Buch beschreibe, haben sich vor fünfunddreissig Jahren abgespielt. Von einem Tag zum andern wurde ich von einer Lebenskrise erfasst, die mich mit unbekannter Heftigkeit erschütterte und veränderte. Während der intensiven Auseinandersetzung damit, die sich über Monate hinzog, war Schreiben meine einzige Therapie. Ich schrieb Hunderte von Tagebuchseiten, um die Erlebnisse zu fassen, zu sichten und zu reflektieren. Aus diesen Texten habe ich – dreissig Jahre später – wichtige Episoden ausgewählt und zu diesem Buch gestaltet. 


Die Krise war ein Aufstand der Gefühle, die Revolution des Unbewussten, das mich überrollte und mich mit seiner Macht, seiner Übermacht konfrontierte. Es überspülte mich mit der Wucht einer Meeresflut und brach meinen Widerstand. Ich habe die Flut überlebt, ich bin wieder aufgestanden und habe neue Kraft gefunden.

Der Verlauf dieser Krise hat viel damit zu tun, dass ich ein Mann bin. Ein Repräsentant des Patriarchats – ob ich es will oder nicht. Der Aufstand aus der Tiefe trifft die Männer anders als die Frauen. Während Frauen aufgerufen sind, auf eigenen Beinen zu stehen, sich selbst Wert und Bedeutung zu geben, müssen Männer lernen, loszulassen und Kontrolle preiszugeben. Frauen gewinnen Macht, Männer müssen Macht abgeben. Vereinfacht gesagt: Frauen lernen, sich selber zu finden. Männer müssen lernen, sich zu verlieren.

«Das Persönlichste ist das Allgemeinste» – wie oft habe ich von Anne-Marie Tausch diesen Satz vernommen! Die Hamburger Psychologin war mir Lehrerin und Vorbild, sie hat mir zum Durchbruch verholfen und mir Mut gemacht, mich mitzuteilen. Ähnlich wie Elisabeth Kübler-Ross, die mir bei einem Interview sagte: «Share your personal experience» – «Teile deine persönliche Erfahrung».

 

Aus dem Buch

 

«Es ist das erste Mal in meinem Leben, dass ich eine solche Angst spüre. Ich komme mir mit dieser Angst dumm und hilflos vor, und ich möchte sie lieber nicht haben. Aber sie ist da, und ich möchte sie nicht ignorieren. Ich möchte sie leben lassen und erfahren, was sie mir zu sagen hat.»

«Glaubst du denn, deine Schmerzen würden die Welt erschüttern, nur weil es deine sind? Wie vielen Frauen hast du Leid zugefügt? Glaubst du, weil du, der starke Mann, jetzt leidest, dich klein, armselig und ohnmächtig fühlst, glaubst du, deswegen müsse die Zeit stillstehen und die Sonne ihren Lauf verändern?»

«Schreiben war das Handwerk, das ich beherrschte. Ich hatte ein Werkzeug, um mich durch die inneren Verschüttungen hindurchzuschaufeln. Das gab mir Halt und Orientierung. Ich war dem Auf und Ab der einstürmenden Bilder und Ereignisse nicht einfach ausgeliefert. Beim Schreiben musste ich gestalten, strukturieren, die fliessenden Geschehnisse in mir nachformen und in eine Abfolge bringen.»

«Ich musste mir eingestehen, dass Beziehungen für mich nie den Stellenwert gehabt hatten, den ich jeder beruflichen Aufgabe selbstverständlich einräumte. Deshalb war ich auch nicht fähig gewesen, zu einer Beziehung wirklich Sorge zu tragen oder für sie Verantwortung zu übernehmen. Nicht, dass ich es nicht gewollt hätte. Mir fehlte ganz einfach die Wahrnehmung.»